29.09.2020

Von: Michael Jäger

Atommüll: Stellungnahme des Vorstands zu möglichen Endlager-Standorten

Der Kreisvorstand der Grünen hat zur Veröffentlichung möglicher Endlager-Standorte für hochradioaktiven Atommüll Stellung Stellung bezogen.

"Zunächst einmal löst ein mögliches Endlager für hochradioaktiven Atommüll nirgendwo Begeisterung aus und ist mit Ängsten, Befürchtungen und spontaner Abwehr verbunden. Fakt ist, dass der bislang dezentral oberirdisch gelagerte Atommüll aus einer Technologie stammt, die die Anti-Atom-Bewegung stets abgelehnt hat. Sie hat auch maßgeblich zur Gründung der Grünen geführt. Atommüll muss sicher unterirdisch für die nächsten mindestens Eine-Million Jahre in Deutschland eingelagert werden, das ist die Aufgabe.

Das völlige Staatsversagen der ehemaligen niedersächsischen CDU-Ministerpräsidenten Albrecht mit der rein politisch motivierten Bestimmung Gorlebens als Atomendlager darf sich nicht wiederholen. Die Grünen haben maßgeblich dazu beigetragen, dass dieses Endlager nicht weiter verfolgt wird und der Suchprozess komplett neu gestartet werden musste, um den sichersten Standort in Deutschland zu bestimmen.

Die neue Endlagersuche wird von belastbaren geowissenschaftlichen Mindestanforderungen an die Gesteinsformationen geleitet und durch ein transparentes Verfahren mit Bürgerbeteiligung flankiert. Hierzu wurde in einem ersten, jetzt veröffentlichten Schritt mitgeteilt, welche Standorte überhaupt die geologischen Anforderungen erfüllen. Dass Südoldenburg jetzt genannt ist, bedeutet zunächst nur, dass unsere Region zumindest nicht von vornherein ausgeschlossen wurde. Entschieden ist noch nichts.

In einem nächsten Schritt muss in diesen Regionen geprüft werden, ob die natürlichen Gegebenheiten über- und untertage auch die Anforderungen tatsächlich erfüllen. Es ist somit noch lange nicht gesagt, dass in unserer Region auch das Endlager entstehen wird. „Wäre es nach uns Grünen gegangen, hätte es Atommüll nie gegeben. Immerhin haben wir bewirkt, dass das letzte Atomkraftwerk 2022 abgeschaltet und kein weiterer Atommüll produziert wird,“ so Anne Rameil, Vorsitzende von Bündnis90/Die Grünen im Kreisverband Cloppenburg. „Nun müssen wir mit der Hinterlassenschaft jahrzehntelanger konservativ-liberaler Energiepolitik verantwortlich umgehen und den sichersten Standort finden. Alle Bürger*innen sind dazu aufgerufen, sich über den weiteren Verlauf zu informieren und aktiv politisch einzubringen,“ ergänzt Stephan Christ, Co-Vorsitzender der Grünen im Kreisverband Cloppenburg."

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