GRÜNE im Kreis Cloppenburg

Über MORGEN reden

Zukunftsfähige Landwirtschaft im Landkreis

„Wir wollen eine regionale Landwirtschaft mit echter Zukunft: fair bezahlt für unsere bäuerlichen Familienbetriebe, artgerecht für die Tiere und schonend für unser kostbares Trinkwasser.“
Hannes Coners, Ratsmitglied Gemeinderat Barßel

Unser Landkreis Cloppenburg ist eine der am intensivsten landwirtschaftlich genutzten Regionen Deutschlands. Unsere Landwirtinnen und Landwirte stehen heute in einem harten globalen Wettbewerb und in einer Sackgasse aus Expansion, Massentierhaltung oder Hofaufgabe. Wir Grüne wollen diesen Teufelskreis durchbrechen und den Betrieben einen sozial-ökologischen Ausweg bieten.

Darum machen wir das

Böden entlasten, Gewässer schützen und bäuerliche Strukturen erhalten

Die intensive, agrarindustrielle Produktion hat im Landkreis tiefe Spuren hinterlassen. Nach wie vor überschreiten wir als einer der wenigen Landkreise Niedersachsens die kritische Stickstoff-Obergrenze. Gesundheitsschädliche Nitrat- und Ammoniumwerte belasten unser Grundwasser immer noch anhaltend. Wir müssen handeln, um die Trinkwasserqualität für nachfolgende Generationen verlässlich zu sichern.

Wir glauben an eine echte Transformation der lokalen Landwirtschaft hin zu echter Nachhaltigkeit, die Ökologie und Ökonomie miteinander in Einklang bringt. Wenn wir unsere landwirtschaftlichen Flächen vor Überbeanspruchung schützen, Tierzahlen an die Fläche binden und den Landwirtinnen und Landwirten faire Preise garantieren, kann das langfristige Weiterbestehen unserer familiengeführten, bäuerlichen Familienbetriebe gelingen. Unsere Kritik richtet sich nicht gegen die Landwirt*innen selbst, sondern gegen ein falsches, politisch gewolltes System.

Das wollen wir anpacken

Artenschutz und Erhalt der biologischen Vielfalt

Die intensive Landnutzung gefährdet Vögel, Insekten und unsere gewachsene Kulturlandschaft.

  • Biotopvernetzung und Blühstreifen fördern durch Ausbau von naturnahen Feldrändern, Hecken und Blühflächen in Kooperation mit den Landwirten, um Rückzugsräume für Insekten und Vögel zu schaffen.

  • Einsatz von Pflanzenschutzmitteln reduzieren - auf kreiseigenen Pachtflächen, um die Biodiversität im Landkreis aktiv zu schützen und das Bienensterben zu stoppen.

Artgerechte Tierhaltung, faire Preise und regionale Märkte

Gute Lebensmittel und aktiver Natur- und Tierschutz müssen sich für unsere Landwirte lohnen.

  • Lokale Wertschöpfungsketten stärken: Unterstützung bäuerlicher Erzeugergemeinschaften sowie der verpflichtende Einsatz von regionalen, ökologisch erzeugten Lebensmitteln kreisweit in allen Kindertagesstätten, Schulen und Kantinen des Landkreises.

Gewässer- und Trinkwasserschutz konsequent umsetzen

Wir müssen unsere Lebensgrundlage Wasser vor Überlastungen schützen.

  • Flächengebundene Tierhaltung etablieren: Tierbestände sollen an die landwirtschaftliche Nutzfläche gekoppelt werden, um Gülleüberschüsse und Stickstoffeinträge wirksam zu begrenzen.

  • Zielgenaues Nitratmonitoring: Die Ergebnisse der Nitratmessungen im Landkreis bilden die Basis für passgenaue, verbindliche Bewirtschaftungs- und Sanierungskonzepte.