GRÜNE

im Kreis Cloppenburg

Wahlprogramm zur Kommunalwahl 2026 - ENTWURF -

 

Über MORGEN entscheiden

 

Liebe Cloppenburgerin, lieber Cloppenburger,

am 13. September 2026 entscheiden wir gemeinsam, wohin sich unsere Stadt in den nächsten fünf Jahren entwickelt. Diese Wahl ist mehr als eine Abstimmung über Köpfe und Mehrheiten – sie ist eine Entscheidung über Cloppenburg: über Lebensqualität, Zusammenhalt und Zukunft.

Wir Grüne stehen für eine Stadt, die vorausdenkt. Eine Stadt, die Arbeitsplätze sichert und neue schafft – ökologisch und wirtschaftlich. Die ihr Klima und ihre Artenvielfalt schützt, ohne ihren Charme zu verlieren. Die gute Bildung für alle ermöglicht, Chancengleichheit ernst nimmt und Mobilität neu denkt. Die die Menschen nicht nur verwaltet, sondern alle mitnimmt.

Unser Leitsatz "Über MORGEN entscheiden" ist dabei mehr als ein Slogan. Er ist eine Einladung: Mach mit. Gestalte. Denn die Herausforderungen, vor denen Cloppenburg steht, sind real – der Klimawandel, der Druck auf bezahlbares Wohnen, der Wandel in Handel und Gewerbe. Sie lassen sich nicht aussitzen. Sie brauchen mutige, vorausschauende Entscheidungen – nicht nur auf Bundesebene, sondern vor allem hier, vor Ort.

Die Kommunalpolitik ist der Ort, an dem Klimaschutz konkret wird. An dem sozialer Wohnungsbau entsteht oder ausbleibt. An dem Kitas gebaut, Kulturangebote gesichert und Bürgerinnen und Bürger wirklich beteiligt werden. Genau hier wollen wir anpacken mit einer gestärkten Ratsfraktion, klaren Prioritäten und dem Willen zur Zusammenarbeit.

Was wir anpacken wollen:

  • Klimaschutz und Energiewende konsequent umsetzen  – als Beitrag zur Klimaneutralität 2040

  • Sozialen Wohnungsbau beschleunigen und Chancengleichheit stärken

  • Zukunftsfähige Arbeitsplätze in Handel und Gewerbe fördern

  • Bildung, Kinderbetreuung und Kulturangebote ausbauen

  • Mobilität für alle weiter gestalten

Cloppenburg hat das Potenzial für eine Stadt, in der sich gut und nachhaltig leben lässt – für diese Generation und die nächsten. Dieses Potenzial wollen wir gemeinsam mit Dir heben.

Deshalb: am 13. September 2026 wählen. Über MORGEN entscheiden. Grün wählen!
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Cloppenburger Verhältnisse
Richtungsentscheidung mit drei Stimmen!

Im Cloppenburger Stadtrat wird vieles einvernehmlich und über Fraktionsgrenzen hinweg beschlossen. Kitas, Schulen, Sport und Kultur  da ist der Rat meist einer Meinung. Und auch bei Klimathemen kann sich die konservative Mehrheit dem gewandelten öffentlichen Bewusstsein nicht mehr einfach verschließen.

Das nutzen wir. Gemeinsam mit unserer Ratsgruppe Grüne/UWG haben wir Mehrheiten organisiert, die vor einigen Jahren noch undenkbar gewesen wären: Cloppenburg soll bis 2040 klimaneutral sein  im städtischen Bereich bereits bis 2035. Wir haben ein Klimaförderprogramm auf den Weg gebracht, den Friedwald durchgesetzt, die Kinderbetreuung in den Kitas verbessert und mit der SeniorenCard finanzielle Entlastungen für ältere Bürger*innen geschaffen. Frühere Forderungen wie die Bahnhofstrasse als Einbahnstraße, der Baustellenkalender auf der städtischen Homepage oder die Duchsetzung des Verbots von Kies- und Schottergärten – alles zunächst belächelt, heute Realität.

Das klappt aber nicht immer. Die CDU hat zwar ihre jahrzehntelange Mehrheit verloren – dominiert den Rat aber weiter.

Was blockiert wird

Abgelehnt wurden unsere Anträge auf eine Grundsteuer C für unbebaute Grundstücke, auf Mehrweg-Regelungen gegen Verpackungsmüll, auf Photovoltaik über städtischen Parkplätzen und auf die Abschaffung der "Bettelampeln". Eine Resolution zum Ausbaustopp der E 233 fand keine Mehrheit. Eine Baumschutzsatzung ebenso wenig. Stattdessen wurde der Klimabeirat abgeschafft und die Förderung ökologischer Bauweisen abgelehnt. Gescheitert sind wir auch mit der Forderung nach einer Vollzeitstelle für die Gleichstellungsbeauftragte  – und mit der Neuausrichtung des Familienpasses auf Familien, die wirklich bedürftig sind.

Besonders irritierend: Wir hatten beantragt, den Artikel 1 des Grundgesetzes – "Die Würde des Menschen ist unantastbar" – als sichtbares Bekenntnis gegen Rechtsradikalismus am Rathaus anzubringen. Auch das hat die CDU abgelehnt. Ohne stichhaltige Begründung.

Hinzu kommt: Beim sozialen Wohnungsbau bleibt Cloppenburg weit hinter dem Bedarf zurück. Familiengerechter, bezahlbarer Wohnraum entsteht viel zu wenig. Wir setzen uns dafür ein, dass die Stadt die Kooperation mit der kreiseigenen Wohnungsbaugesellschaft (WoBau CLP) vertraglich verbindlich macht – mit klaren Familien- und Sozialquoten.

Warum wir Neidhard Varnhorn unterstützen

Dennoch haben wir uns entschlossen, den amtierenden CDU-Bürgermeister Neidhard Varnhorn bei seiner erneuten Kandidatur zu unterstützen. Er hat in seiner Amtszeit seit 2021 einen offenen, kommunikativen Führungsstil bewiesen und sich wichtigen Zukunftsthemen nicht entzogen. Mit ihm konnten wir beim Klimaschutz konkrete Schritte erreichen, soziale Programme verbessern und die Mobilitätsplanung voranbringen. Wir erwarten, dass dieser Kurs fortgesetzt wird – und werden diesen Kurs mit einer engagierten Ratsfraktion einfordern und vorantreiben.

Unsere Empfehlung: Starke GRÜNE in den Stadtrat
und Neidhard Varnhorn als Bürgermeister.

 

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Was wir wollen: Programm zur Kommunalwahl 2026

CLOPPENBURG ÖKOLOGISCH UND SOZIAL GESTALTEN

 

 

Klima Wandel und Anpassung

Die Klimakrise ist keine abstrakte Zukunftsbedrohung sie ist schon jetzt auch bei uns spürbar: in Trockenphasen, Hitzesommern, verändertem Niederschlag. Zugleich erleben wir das Artensterben als zweite große ökologische Krise. Wer unsere Lebensgrundlagen schützen will, braucht mehr als ein Nachsteuern – der braucht einen konsequenten neuen Kurs. Wir halten an den Zielen des Pariser Klimaabkommens fest. Auch dann, wenn Lobbygruppen und die aktuelle Bundesregierung das Rad zurückdrehen wollen.

Was wir erreicht haben

  • Klimaneutralität – Ziel 2040 für das Stadtgebiet, 2035 für die Stadtverwaltung beschlossen auf unsere Initiative hin.

  • Klimaförderprogramm eingeführt Zuschüsse für Dachbegrünungen, Wärmepumpen im Altbau, Lastenräder, Photovoltaik und Gehölzpflanzungen.

  • Klimaschutzkonzept 2023 fortgeschrieben sieben Handlungsfelder, viele Maßnahmen umgesetzt oder in Vorbereitung.

Was wir wollen

  • Cloppenburger Klimabeirat neu einrichten – der 2022 eingerichtete Klimabeirat wurde von der Ratsmehrheit aufgelöst – ein politischer Rückschritt, den wir rückgängig machen wollen. Dem neuen Klimarat sollen neben Verwaltung und Politik auch das Klimaschutzmanagement, interessierte Bürger*innen und externe Fachleute angehören.

  • Klimaziele einhalten und kontrollierenwas fehlt, ist Tempo – und verbindliches Controlling. Wir fordern ein jährliches Monitoring mit klar definierten Zwischenzielen, das im Ausschuss öffentlich vorgestellt wird.

  • Klimaförderprogramm ausbauendauerhaft sichern, weiter ausbauen und gezielt auf Maßnahmen ausrichten, die gleichzeitig Klimaschutz und Artenvielfalt fördern.

  • Klimafolgenanpassung ernst nehmenmehr Stadtgrün als Hitzeschutz, entsiegelte Flächen, Wasserrückhalt bei Starkregen und ein kommunales Hitzevorsorgekonzept  – besonders mit Blick auf ältere Menschen, Kinder und Menschen mit Behinderung. Cloppenburg braucht ein durchdachtes Gesamtkonzept zur Klimafolgenanpassung, das diese Realität ernst nimmt.

  • Klimabildung verankern. Klimaschutz ist mehr als Umweltbildung – er ist Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) und integraler Bestandteil der UNESCO-Agenda 2030. BNE muss in schulischen wie außerschulischen Angeboten selbstverständlich vermittelt werden. Dafür braucht es Verlässlichkeit: Förderungen für Formate wie die ‚Aktionstage für Nachhaltigkeit' dürfen nicht nach jeder Haushaltsrunde neu erkämpft werden, sondern müssen verstetigt werden.

Für uns Grüne ist der Schutz des Klimas und unserer natürlichen Lebensgrundlagen Bedingung und Voraussetzung allen kommunalpolitischen Handelns.


Energie
Cloppenburg soll erneuerbar werden

Erneuerbare Energien machen unabhängig, schützen vor Preisspiralen und sind längst die günstigste Stromerzeugungsform. Wir lassen uns nicht beirren – weder von Lobbyismus noch von einer Bundesregierung, die an fossilen Interessen hängt.

Was wir erreicht haben

  • PV-Anlagen auf städtischen Gebäuden installiert – weitere in Planung.

  • Energetische Sanierung städtischer Liegenschaften in Planung.

Was wir wollen

  • Wind und Freiflächen-PV nutzen – anders als die CDU, die diese Potenziale blockiert. Idealerweise in einer Energiegenossenschaft, an der sich alle Cloppenburger*innen beteiligen können. Bürgerenergie stärkt die lokale Wertschöpfung und schafft Akzeptanz.

  • Öffentliche Gebäude energetisch sanieren konsequent und mit klarem Zeitplan. Das senkt Betriebskosten und ist das stärkste Zeichen, das eine Stadt als Vorbild setzen kann.

  • Kommunale Wärmeplanung umsetzen wir befürworten den Weg zu Wärmenetzen in der Kernstadt und in Emstekerfeld, sofern die Prüfungen die Machbarkeit bestätigen.

  • Solarenergie auf städtischen Parkflächen ein Antrag, den die CDU bisher abgelehnt hat. PV-Überdachungen sind technisch erprobt, senken Betriebskosten und liefern sauberen Strom. Wir bleiben dabei.

  • Elektromobilität im Stadtfuhrpark ausbauen überall dort, wo klimafreundliche Antriebe zur Verfügung stehen und sinnvoll einsetzbar sind.

 

Naturschutz – Cloppenburg schützt, was uns trägt

Artensterben und Klimakrise sind zwei Seiten derselben Medaille. Was wir an Natur verlieren, verlieren wir unwiederbringlich – als Lebensraum, als Wasserspeicher, als Klimapuffer, als Heimat. Cloppenburg liegt in einer der hochintensiv genutzten Agrarregion. Das macht es nicht einfacher, Naturschutz ernst zu nehmen. Es macht es notwendiger.

Was wir erreicht haben

  • Soestepolder angelegt – die 8.300 Quadratmeter große „Naturzelle" dient als Überflutungsfläche und als grüne Lunge in der Stadtmitte.

  • Soeste-Renaturierung Bürgermeister-Heukamp-Straße – über 3,5 Millionen Euro Bundesförderung gesichert, um die Soeste wieder in einen natürlich mäandernden Verlauf zu bringen, Retentionsflächen zu schaffen und den Uferbereich naturnah zu gestalten. Fast 60 neue Bäume werden gepflanzt.

  • Schottergärten konsequent bekämpft – seit 2024 hat die Stadt rund 200 Schottergärten erfasst und Eigentümer zur Renaturierung aufgefordert. Etwa 70 wurden bereits entsiegelt – Kontrollen und Verwaltungsverfahren laufen weiter.

  • Piske renaturiert – Regenrückhalt und Aufenthaltsqualität verbessert.

Was wir wollen

  • Gewässerschutz ernst nehmen – die Soeste und Piske als Lebensadern schützenwas an der Bürgermeister-Heukamp-Straße begonnen wurde, muss Maßstab werden: Gewässerrandstreifen konsequent sichern, natürliche Regenrückhalteflächen erhalten und reaktivieren, Wasserqualität regelmäßig erfassen und öffentlich kommunizieren. Die Soeste fließt mitten durch Cloppenburg – sie darf nicht länger an der Stadtpolitik vorbeifließen.

  • Artenvielfalt sichtbar machen – auf jedem Meter städtischer Flächeinsektenfreundliche Bepflanzung mit heimischen Wildpflanzen, Blühstreifen und strukturreichen Hecken statt Einheitsrasen. Vollständiger Pestizidverzicht auf kommunalen Grünflächen. Aktiver Schutz von Streuobstwiesen im Stadtgebiet. Was gut für Bienen ist, ist gut für uns alle.

  • Stadtbäume schützen – Baumschutzsatzung einführen – Ein ausgewachsener Stadtbaum kühlt, bindet CO₂ und hält Regenwasser zurück. Trotzdem werden immer noch zu viele Bäume in Planungsprozessen regelmäßig geopfert. Wir wollen ein kommunales Stadtbaumprogramm mit verbindlichem Pflanzplan, klaren Nachpflanzungsregeln und einem öffentlich einsehbaren Bestandskataster.

  • Entsiegelungskataster einführen – Wir wollen systematisch erfassen, wo versiegelte Flächen zurückgewonnen werden können. Das niedersächsische Klimagesetz sieht entsprechende Schritte bereits vor. Cloppenburg soll vorangehen.

  • Boden- und Grundwasserschutz als eigenes Thema etablieren – Boden ist endlich. Was heute versiegelt wird, fehlt morgen als Wasserspeicher – und übermorgen als Ernteboden. Wir wollen landwirtschaftlich wertvolle Böden vor Bebauung schützen und Maßnahmen zur Grundwasserneubildung konsequent umsetzen.

  • Verzicht auf Torf im städtischen Bereich – entwässerte Moore tragen in Niedersachsen knapp 20% an den menschengemachten Freisetzungen von Treibhausgasen bei. Wenn wir auf Torf verzichten, schützen wir nicht nur das Klima, sondern tragen auch zum Erhalt des Lebensraumes Moor bei.

  • Illegale Müllentsorgung bekämpfen – strukturell, nicht nur mit Appellen – Abgelegter Müll an Glas- und Altkleidercontainern belastet die Umwelt, erzeugt Schädlingsbefall und verursacht unnötige Kosten. Unser gemeinsamer Antrag mit SPD/Die Linke für ein neues Konzept (bessere Infrastruktur, Ausleuchtung, häufigere Leerungen, Hinweisschilder, verstärkte Kontrolle, Öffentlichkeitsarbeit) – wurde leider abgelehnt. Wir bleiben dran.

 

Wirtschaft, Klimaschutz, Zukunft Cloppenburg macht beides möglich

Wirtschaft und Klimaschutz sind kein Widerspruch – sie sind zwei Seiten derselben Medaille. Wer heute in saubere Energie, effiziente Gebäude und zukunftsfähige Mobilität investiert, spart morgen Kosten, sichert Arbeitsplätze und gewinnt neue Märkte. Das gilt für Unternehmen und die Stadt gleichermaßen.

Die entscheidende Ebene dafür ist die kommunale. Hier vor Ort entscheidet sich, ob Wärmeplanung gelingt, ob erneuerbare Energien lokale Wertschöpfung erzeugen und ob Gewerbeentwicklung und Mobilitätswende Hand in Hand gehen. Kommunen, die Klimaschutz strategisch angehen, gewinnen: günstigere Energie, neue Arbeitsplätze im Handwerk und in der Planung, mehr Investitionssicherheit für lokale Betriebe. Wir wollen, dass Cloppenburg zu diesen Gewinnern gehört.

Cloppenburger Wirtschaft Stärken nutzen, Wandel gestalten

Cloppenburg hat eine solide wirtschaftliche Basis – und die braucht es auch, denn der Druck auf heimische Betriebe ist real. Globale Krisen, steigende Energiekosten und strukturelle Veränderungen machen auch vor unserer Stadt nicht halt. Die Stadt kann nicht alles lösen, was in Berlin oder Brüssel entschieden wird. Aber sie kann gegensteuern – und das wollen wir tun.

Was wir wollen

  • Standort stärken, Handel beleben – Cloppenburg braucht eine aktive Wirtschaftsförderung: bei Neuansiedlungen, bei der Unterstützung bestehender Betriebe und bei der Profilierung als attraktiver Unternehmensstandort. Die Dachmarke "Echt Cloppenburg" ist dabei mehr als Marketing – sie ist Identifikation, Heimatgefühl und Standortvorteil zugleich.

  • Flächen klug nutzen, nicht verschwendenneue Gewerbeflächen entstehen nur dort, wo sie wirklich gebraucht werden. Bestehende Standorte haben Vorrang – das schützt Natur und Klima und ist gleichzeitig wirtschaftlich vernünftig.

  • Weiche Standortfaktoren sind harte Wirtschaftsfaktorenwas Unternehmen anzieht und Fachkräfte hält: gute Schulen und Kitas, Ausbildungschancen, bessere Mobilität, Kulturangebote und eine lebendige Innenstadt.

 

Bürgernähe und Transparenz Verwaltung, die funktioniert

Was wir erreicht haben

Auf unseren Antrag hin hat sich die Stadt Cloppenburg zu konkreten Serviceversprechen verpflichtet:

  • Bearbeitung gewerblicher Bauvorhaben in maximal 40 Tagen.

  • Begleichung von Auftragsrechnungen innerhalb von 15 Arbeitstagen.

  • Beantwortung von Anfragen und Anträgen innerhalb von drei Arbeitstagen.

Das sind keine Selbstverständlichkeiten – das sind Ergebnisse grüner Kommunalpolitik.
 

Was wir wollen

  • Digitalisierung der Stadtverwaltung weiter voranbringen inklusive sinnvoller KI-Nutzung, wo sie Prozesse beschleunigt und Bürgerinnen und Bürger und Verwaltung entlastet.

  • Mehr Mitsprache, weniger Verwaltungsmonolog Cloppenburg soll eine Stadt sein, in der Bürgerinnen und Bürger nicht nur informiert, sondern wirklich beteiligt werden. Die bestehenden digitalen Dialogformate wollen wir ausbauen – früher, niedrigschwelliger und verbindlicher.

  • Ortsräte zurück Demokratie vor Ort stärken Die aktuelle Praxis, Ortsvorsteher allein durch die stärkste Ratsfraktion zu ernennen, ist demokratisch nicht vertretbar. Wir fordern die Wiedereinführung von Ortsräten.

 

Stadtplanung Cloppenburg neu denken

Die Innenstadt ist das Herzstück unserer Stadt und sie verändert sich. Der Onlinehandel hat den stationären Einzelhandel unter Druck gesetzt. Statt diese Entwicklung zu beklagen, wollen wir sie als Chance begreifen: als Gelegenheit, die Innenstadt neu zu denken – als lebendigen Ort zum Wohnen, Einkaufen, Begegnen und Erholen.

Was wir wollen

  • Ein vielfältiges Angebot aus Einzelhandel, Kleingewerbe, regionalen Produkten und Gastronomie.

  • Attraktive Märkte und kreative Kulturangebote, die Menschen in die Stadt ziehen.

  • Mehr Wohnraum in der Innenstadt gerade für Familien mit Kindern.

  • Grüne Begegnungsorte: Spielplätze, Sommergärten und einladende Plätze, an denen man gerne verweilt.

  • Renaturierung und Öffnung der Gewässer, wie z.B. der Soeste im Bereich der Bürgermeister-Heukamp-Straße – Wasser in der Stadt kühlt, belebt und verbindet.

Flächen schonen, klug bauen, Zersiedelung stoppen

Boden ist eine knappe Ressource. Bundesweit werden täglich über 50 Hektar Naturlandschaft in Gewerbe-, Wohn- und Straßenflächen umgewandelt. Das wollen wir in Cloppenburg anders machen.

Was wir wollen

  • Innen vor außenBaulücken schließen, Gebäude aufstocken, verdichtet und architektonisch ansprechend bauen – das ist unser Vorrang.

  • Kein Wildwuchs in die Landschaftneue Bau- und Gewerbeflächen nur dort, wo sie wirklich notwendig sind. Streusiedlungen in der offenen Landschaft lehnen wir ab.

  • Leerstand nutzen, Bestand beleben – Programme wie "Jung kauft Alt" und eine städtische Wohnberatung sind sinnvolle Werkzeuge.

  • Entsiegelung vorantreiben – versiegelte Flächen heizen sich auf, blockieren die Grundwasserneubildung und verschärfen Hochwasserrisiken.

Naturschutz beginnt vor Ort und in der Bauleitplanung

Cloppenburg wächst. Aber Wachstum ohne ökologische Leitplanken kostet uns genau das, was die Stadt lebenswert macht: Grünflächen, Biotope, Naturräume. Natur- und Landschaftsschutz gehören nicht ans Ende einer Planung – sondern an den Anfang.

Was wir erreicht haben

  • Ökologische Bebauungsplanstandards – auf Grünen-Initiative hat der Rat für die Neubaugebiete Krapendorfer Kämpe und Efeustraße ökologische Kriterien beschlossen. Das sind erstmals verbindliche Standards zur Erreichung der städtischen Klimaschutzziele.

  • Leitlinien für den "Bau-Turbo"  für die Anwendung des beschleunigten Baugenehmigungsverfahrens haben wir erfolgreich die Erarbeitung von Leitlinien erreicht, die Wildwuchs verhindern und Mindeststandards sichern.

Was wir wollen

  • Ökologische Kriterien für alle Neubaugebiete – was in den Neubaugebieten Krapendorfer Kämpe und Efeustraße begonnen wurde, muss zum Standard werden: Begrünung, weniger Versiegelung, Artenvielfalt als Pflichtbestandteil jedes Bebauungsplans.

  • Schutz ökologisch wertvoller Bestände – kein Biotop, kein Waldstück darf mehr wie der "vergessene Wald" am Niedrigen Weg bedenkenlos geopfert werden, ohne das Alternativen ernsthaft geprüft wurden.

  • Ortsnahe Wiederaufforstung und Ausgleichsmaßnahmen unvermeidliche Eingriffe in die Natur müssen vollständig und qualitativ hochwertig kompensiert werden  – möglichst in räumlicher Nähe zum Eingriff.

  • Baumschutzsatzung einführen unser Antrag wurde abgelehnt. Wir stellen ihn erneut. Wer Bäume fällt, muss das begründen und Verluste ggf. ersetzen.

 

Mobilität fair im Verkehr

Cloppenburg wächst – und der Autoverkehr wächst mit. Der Verkehrsraum aus dem vorigen Jahrhundert ist knapp geworden, die Konflikte nehmen zu. Wir wollen das ändern. Unser Grundsatz: so viel Auto wie nötig, so viel Alternativen wie möglich. Wer in Cloppenburg leben will, ohne ein Auto zu besitzen, soll das können ohne Einschränkungen zu erleben.

Zu Fuß und per Rad sicher und selbstverständlich

Cloppenburg wirbt als "Fahrradstadt". Die Realität sieht anders aus: Behindernde Ampelschaltungen, Radwege, die zu schmal sind, plötzlich enden oder ohne sichere Übergänge auf die Fahrbahn münden. Radfahrende werden noch immer als Verkehrsteilnehmer*innen zweiter Klasse behandelt. Das ist kein Naturgesetz – das ist eine politische Entscheidung. Wir treffen sie anders.

Was wir erreicht haben

  • Fahrradstraßen beschlossen: Eisenbahnstraße, Verlängerung Kirchhofstraße, Garreler Weg.

  • Sichere Fahrradabstellanlage am Bahnhof endlich in Umsetzung.

  • Tempo 30 in der Innenstadt – jahrelange Grüne Forderung, jetzt endlich geplant.

Was wir wollen

  • Fahrradfreundliche Ampelschaltungen an allen Ampeln ohne Ausnahme und mit verbindlichem Zeitplan.

  • Cloppenburg als echte Fahrradstadt – mit einem durchgängigen, gut ausgeschilderten Radwegenetz, das Kurzstrecken im Stadtgebiet wirklich alltagstauglich macht.

  • Weitere sichere Fahrradstellplätze – an zentralen Punkten im Stadtgebiet.

  • Straßenquerungen mit Zebrastreifen als aktiver Schutz für Fußgänger*innen, ältere Menschen, Menschen mit Behinderung und Kinder.

  • Barrierefreiheit als Standardbei allen Planungen und baulichen Veränderungen  – nicht als Zusatz, sondern als Selbstverständlichkeit

Keine neuen Straßen auf Kosten von Natur und Menschen

Deutschland hat eines der dichtesten Straßennetze der Welt. Wer trotzdem neue Straßen baut, erntet mehr Verkehr das ist kein Behauptung, das ist empirisch belegt. Wir wollen umsteuern: mehr Investitionen in öffentlichen Personenverkehr und Schienengütertransport, neue Straßen nur noch zur notwendigen Erschließung und in gut begründeten Ausnahmefällen.

Den Ausbau der E 233 zur vierstreifigen „Autobahn“ lehnen wir ab. Eine Resolution zum Ausbaustopp hatten wir erfolglos beantragt, bleiben aber bei unserer strikten Ablehnung. Die geplante Südtangente sehen wir weiterhin kritisch. Die vorliegenden Daten belegen nicht, dass diese Straße die Innenstadt so spürbar entlasten würde, dass ihr Bau die hohen Kosten und den massiven Eingriff in Natur und Landschaft rechtfertigt. Wir erwarten eine vollständige, öffentlich zugängliche Kosten-Nutzen-Analyse, bevor weitere Planungsschritte folgen.

Den CityBus stärken und weiterentwickeln

Jahrelang haben wir ihn gefordert. Seit fast zwei Jahren gehört der CityBus zum Stadtbild und wird von den Bürger*innen gut angenommen, was stetig steigende Beförderungszahlen belegen. Aber Stillstand ist keine Option.

Was wir erreicht haben

  • CityBus eingeführt: vier Linien, 30-Minuten-Takt, rund 80 Haltestellen landesweit anerkannt als vorbildliches Angebot für eine Stadt unserer Größe.

Was wir wollen

  • Liniennetz überprüfen und gezielt erweitern – dorthin, wo Menschen leben und Bedarf besteht.

  • Haltestellen ausbauen mit Überdachung und digitalen Anzeigetafeln. (idealerweise solargespeist).

  • Pünktlichkeit verbessern Verlässlichkeit stärkt die Akzeptanz.

  • Taktdichte prüfen besonders in Abend- und Wochenendbereichen, die für viele Berufstätige und Jugendliche entscheidend sind.

Der CityBus ist kein Luxus - er gehört zur städtischen Infrastruktur. Mobilität für alle Generationen ist nur möglich, wenn Rad, Bus und Bahn zusammenspielen.
 

Elektromobilität und Carsharing

Der Umstieg auf emissionsfreie Fahrzeuge braucht eine verlässliche Ladeinfrastruktur – flächendeckend, schnell, günstig und unkompliziert. Im Innenstadtbereich verfügt die Stadt über ein befriedigendes Angebot, während besonders im Bereich des Mietwohnungsbaus noch erhebliche Lücken bestehen. Wir setzen uns daher weiter für ein einheitliches, stadtweites Ladenetz ein – gespeist aus erneuerbaren Energien. Die Wiederbelebung eines Carsharing-Angebots in Cloppenburg unterstützen wir ausdrücklich.

Das Mobilitätszentrum mehr als ein Parkhaus

Der Bürgermeister-Heukamp-Parkplatz wird umgebaut: Die versiegelte Fläche wird renaturiert, der Soestenbereich naturnah gestaltet, die wegfallenden Parkplätze im neuen "Mobilitätszentrum" kompensiert. Wir haben diese Planung mitgetragen – und knüpfen daran klare Erwartungen. Das Mobilitätszentrum muss werden, was der Name verspricht: ein echter Knotenpunkt für alle Mobilitätsformen – mit E-Ladeeinrichtungen, einer Fahrradstation, einem Wartebereich mit öffentlicher und behindertengerechter Toilette und weiteren Serviceangeboten. Ein begrüntes Parkhaus reicht uns nicht.

 

Bildung ist keine Kür sie ist die Grundlage für alles andere

Gute Bildung beginnt am ersten Tag in der Kita – und sie endet nicht mit dem Schulabschluss. Wer Chancengleichheit ernst nimmt, muss in Bildung investieren: verlässlich, ausreichend und für alle.

Kitas: Verlässlich, wohnortnah und mit mehr Flexibilität

Was wir erreicht haben

  • Kontinuierlicher Ausbau der Kita- und Krippenplätze wir sind auf einem guten Weg.

  • Verbesserung der Kinderbetreuungsqualität in enger Zusammenarbeit mit den Trägern.

Was wir wollen

  • Bedarfsgerechter weiterer Ausbau der Kitaplätze damit kein Kind und keine Familie auf der Warteliste bleibt. Im Bereich Krippenplätze gibt es noch Bedarfe, die besser abgedeckt werden müssen.

  • Tagespflege ausbauen und professionell absichern nicht jede Familie braucht eine Kita – aber jede Familie braucht verlässliche Betreuung. Gemeinsam mit dem Landkreis wollen wir die Struktur der Tagespflege verbessern.

  • Randzeiten ernst nehmen – Betreuung an die Lebensrealität anpassen das Pilotprojekt zur Randzeitenbetreuung wurde 2020 eingestellt. Wir wollen flexible Betreuungszeiten, die sich an den Lebensrealitäten der Menschen orientieren – nicht umgekehrt.

  • Inklusion von Anfang anKitas müssen für Kinder mit und ohne Behinderung gleichermaßen zugänglich und ausgestattet sein.

Schulen Lernorte, die fit für die Zukunft sind

Gute Schule braucht mehr als Lehrpläne. Sie braucht Gebäude, die inspirieren statt zu bedrücken. Sie braucht digitale Ausstattung, die funktioniert. Und sie braucht ein Umfeld, das kein Kind zurücklässt.

Was wir erreicht haben

  • Fortführung von Sanierung und Modernisierung vieler Schulgebäude.

  • Klimagerechte Schulgebäude: Photovoltaik auf den Dächern, begrünte Schulhöfe, Beschattung und Trinkwasserspender werden nach und nach umgesetzt oder sind geplant. Wir bleiben konsequent dabei.

  • Eine gute digitale Ausstattung haben wir mittlerweile erreicht – es mangelt allerdings an einer pädagogisch sinnvollen Medienbildung von Anfang an.

Was wir wollen

  • Mensaversorgung mit regionalen und saisonalen Lebensmitteln gesunde Ernährung als Teil des Schulalltags, nicht als Luxus.

  • Ganztagsangebote umsetzten – verlässliche und pädagogisch professionelle Betreuung bis in den Nachmittag.

  • Gemeinsames Lernen – wir wünschen uns langes gemeinsames Lernen aller Schüler*innen. Deshalb werben wir für die Einrichtung einer Gesamtschule.

Übergänge gestalten, Chancen sichern

Zwischen Kita und Schule, zwischen Grundschule und weiterführender Schule, zwischen Schule und Beruf – an diesen Übergängen entscheidet sich oft, ob Bildung gelingt oder nicht.

Was wir wollen

  • Enge Vernetzung – von Kitas, Grundschulen und weiterführenden Schulen für begleitete und erfolgreiche Übergänge.

  • Ausbau von Ausbildungspartnerschaften – zwischen Schulen und lokalen Unternehmen – damit Berufsorientierung direkt vor Ort erfahrbar wird.

  • Förderangebote für Kinder mit besonderem Unterstützungsbedarf ob sprachlich, sozial oder bei Lernschwierigkeiten.

  • Deutschkurse und Integrationsangebote – für Kinder und Jugendliche mit Migrationsgeschichte

als selbstverständlicher Teil des Bildungssystems, nicht als Sondermaßnahme.

 

Kultur mehr als Unterhaltung: Identität, Zusammenhalt, Lebensqualität

Kultur ist kein Luxus. Sie ist das, was eine Stadt zu mehr macht als einer Ansammlung von Gebäuden und Straßen. Sie schafft Identität, stiftet Gemeinschaft und macht Cloppenburg zu einem Ort, an dem man gerne lebt – und bleibt.

Was wir erreicht haben

  • Den Kulturbahnhof als lebendigen Treffpunkt für alle Generationen etabliert heute ein Aushängeschild der Stadt.

  • Zusammen mit Stadthalle, Münsterlandhalle und Museumsdorf verfügt Cloppenburg über ein kulturelles Fundament, das wir aktiv mitgestaltet haben.

Was wir wollen

  • Verlässliche Förderung für alle kulturellen Einrichtungen – Kultur braucht Planungssicherheit.

  • Notwendige Investitionen in die Substanz die Münsterlandhalle, seit 2022 wegen baulicher Mängel gesperrt und in Sanierung, ist Sinnbild dafür, was passiert, wenn Investitionen zu lange aufgeschoben werden. Wir unterstützen den Sanierungsprozess ausdrücklich.

  • Kultur in die Schulen und aus den Schulen heraus in die Stadt: Kooperationen mit Bibliothek, Museum und freier Kulturszene als fester Bestandteil des Schulalltags.

  • Kulturelle Vielfalt und Teilhabe – Kultur ist nur dann für alle, wenn alle kommen können. Wir wollen Angebote, die Vielfalt nicht nur dulden, sondern aktiv abbilden – in den Programmen, in den Sprachen, in den Formaten. Eine Stadt, die Zusammenhalt will, muss ihn kulturell sichtbar machen.

 

Sport und Freizeit für Gemeinschaft und Gesundheit

Cloppenburg hat eine lebendige Sportkultur – in Vereinen, auf Plätzen und im öffentlichen Raum. Sport ist mehr als Wettkampf. Er ist Integration und Inklusion, Gesundheitsvorsorge und sozialer Kitt.

Was wir erreicht haben

  • Mehrgenerationenpark auf dem Stadiongelände geschaffen er zeigt, wie Sport- und Freizeitangebote generationenübergreifend gestaltet werden können.

  • Drei Themenspielplätzefür die kommenden Jahre auf den Weg gebracht.

  • Neue Dreifeldhalle – endlich steht der Beschluss zum Bau auf dem Stadiongelände.

Was wir wollen

  • Bau einer weiteren Einfeldhalle – der Bedarf an Hallenkapazitäten wächst weiter, Vereine und Schulen brauchen ausreichend Trainingsraum. Wir unterstützen den Bau einer neuen Einfeldhalle im Galgenmoor.

  • Sportvereine und Schulen näher zusammenbringen Ganztag als Chance, statt als Konkurrenz begreifen. Als Stadt sollten wir die Ehrenamtlichen in Sportvereinen dabei unterstützen ihre Expertise in die Schulen und damit näher an Kinder und Jugendliche zu bringen.

 

Familiengerecht Cloppenburg hält, was es verspricht

Als erste Stadt in Niedersachsen erhielt Cloppenburg 2014 das Zertifikat "Familiengerechte Kommune". Das ist ein Versprechen, das wir jeden Tag neu einlösen müssen.

Was wir wollen

  • Bezahlbarer Wohnraum für Familien günstige Mietwohnungen entstehen nicht von allein. Wir wollen prüfen, inwieweit die Wohnungsbaugesellschaft des Landkreises mehr dazu beitragen kann, Familien langfristig in Cloppenburg zu halten – mit klaren Familien- und Sozialquoten.

  • Generationenübergreifendes Wohnen ermöglichen und fördern Modelle, die Jung und Alt in einem gemeinschaftlichen Umfeld zusammenbringen: für gegenseitige Unterstützung, sozialen Austausch und ein lebendiges Miteinander statt Einsamkeit und Isolation.
     

Senioren mittendrin und wertgeschätzt

Seniorinnen und Senioren haben Cloppenburg mitgestaltet – sie verdienen mehr als ein höfliches Nicken. Aktives Altern, gesellschaftliche Teilhabe und selbstbestimmtes Leben im Alter sind keine Privilegien, sie sind ein Anspruch.

Was wir erreicht haben

  • SeniorenCard beantragt und eingeführt Vergünstigungen bei Kultur, Sport, Bildung und beim CityBus machen das Stadtleben für finanzschwächere ältere Menschen zugänglicher.

  • Vielfältige Angebote für Senior*innen – Cloppenburg hält ein vielfältiges Spektrum bereit von digitalen Schulungsangeboten, Selbsthilfegruppen bis zu vielen kulturellen und sportlichen Angeboten.

  • Seniorenbeirat – Teilhabe mit Gewicht – Der parteipolitisch und konfessionell unabhängige Seniorenbeirat vertritt die Interessen älterer Menschen gegenüber Rat und Verwaltung. Seine Vertreter*innen werden zu Ausschusssitzungen mit seniorenrelevanten Themen eingeladen – und gehört.

Was wir wollen:

  • Generationenübergreifende Wohnmodelle fördern, die Isolation verhindern und das Miteinander von Jung und Alt im Alltag stärken.

  • SeniorenCard weiterentwickelnmehr Angebote, mehr Reichweite, mehr Wirkung.

  • Seniorenwegweiser updatender Flyer bündelt alle wichtigen Informationen für Senior*innen – zuletzt 2018 aktualisiert. Gemeinsam mit dem Seniorenbeirat ist ein Update dringend geboten.
     

Jugend gehört, beteiligt, ernst genommen

Cloppenburg ist eine junge Stadt – und junge Menschen brauchen Räume. Räume zum Chillen, zum Ausprobieren, zum Gestalten. Das Jugendzentrum "Rote Schule" und der neue JiM (Jugendtreff im Mehrgenerationenpark) sind wichtige Angebote. Aber sie reichen nicht aus.

Was wir erreicht haben:

  • Jugendtreff im Mehrgenerationenpark (JiM) als neues niedrigschwelliges Angebot etabliert.

  • Jugendparlament und Jugendbürgermeister*in eingerichtet – Demokratie lernt man durch Demokratie. Junge Cloppenburger*innen haben eine Stimme in der Kommunalpolitik.

  • Einrichtung einer Kinder- und Jugendsprechstunde – regelmäßige Treffen mit Bürgermeister und Jugendbürgermeister*in

Was wir wollen:

  • Räumliche Erweiterung des JiM der Bedarf ist da, die Kapazitäten sind es nicht.

  • Aufsuchende Sozialarbeit stärken – Wir haben eine zusätzliche Stelle beantragt – bislang erfolglos. Wir bleiben dran, denn Jugendarbeit, die wartet bis Jugendliche kommen, erreicht nicht alle.
     

Menschen mit Behinderung – Teilhabe ist ein Menschenrecht

Teilhabe am gesellschaftlichen Leben und Barrierefreiheit sind keine Frage der Großzügigkeit – sie sollten selbstverständlich sein. Was für Menschen mit Behinderung unentbehrlich ist, nützt Familien mit Kinderwagen, Menschen mit Rollator und allen, die sich eine Stadt wünschen, die wirklich für alle gemacht ist.

Was wir erreicht haben

  • Behindertenbeirat aktiv und gut vernetzt – er berät Verwaltung und Ausschüsse, wird frühzeitig in Planungen einbezogen und ist direkte Anlaufstelle für Bürger*innen.

  • Online-Meldeformular für Barrieren – Bürger*innen können Hindernisse im Stadtgebiet direkt und unkompliziert über die Stadtwebsite melden. Der Beirat prüft die Hinweise und sucht gemeinsam mit der Verwaltung nach Lösungen.

  • Nette Toilette" – Mehrere Cloppenburger Betriebe und Einrichtungen stellen ihre Sanitäranlagen kostenlos zur Verfügung – darunter behindertengerechte Toiletten. Ein kleiner, aber konkreter Beitrag zur Teilhabe im Alter.

Was wir wollen

  • Umfrageergebnisse umsetzen – jetzt. Der Beirat hat 2024 klar benannt, was fehlt: ein durchgehendes Bodenleitsystem in der Innenstadt, Automatiktüren in öffentlichen Gebäuden, weitere Bordsteinabsenkungen und Bedarfsampeln. Diese Bedarfe müssen in einen verbindlichen Maßnahmenplan mit Zeitplan und Budget münden – keine Prüfaufträge ohne Ergebnis.

  • Barrierefreiheit als nicht verhandelbares Kriterium – bei jedem Neubau, jeder Sanierung, jedem Bebauungsplan. Nicht als Zusatz, sondern als Bedingung.

  • Beirat stärken – Empfehlungen verbindlicher machen – Der Beirat berät gut. Aber Beratung ohne Konsequenz bleibt folgenlos. Wir wollen, dass Stellungnahmen des Beirats in Ausschussprotokollen dokumentiert und Ablehnungen begründet werden müssen.

  • Inklusive Freizeit- und Kulturangebote – Städtisch geförderte Einrichtungen und Veranstaltungen müssen inklusive Standards erfüllen – barrierefreier Zugang, inklusive Formate, Gebärdensprachdolmetscher oder Audiodeskription wo nötig. Mit verbindlichem Zeitplan, nicht irgendwann.

  • Selbstbestimmtes Wohnen fördern – Barrierefreies und bezahlbares Wohnen zusammen mit dem Landkreis aktiv unterstützen – und Wohnformen stärken, die Selbstbestimmung ermöglichen.
     

Frauen und Gleichstellung keine Frage von Gesinnung, sondern von Struktur

Was wir erreicht haben

  • Gleichstellungsbeauftragteseit Juni 2024 hat Cloppenburg eine neue, engagierte Gleichstellungsbeauftragte. Sie fördert die Gleichberechtigung, berät in Fragen der Vereinbarkeit von Familie und Beruf und ist Ansprechpartnerin bei häuslicher Gewalt.

Was wir wollen

  • Gleichstellungsbeauftragte – Stelle auf Vollzeit ausbauen – unser Antrag scheiterte 2023 knapp – mit dem Argument, die gesetzliche Pflicht sei mit Teilzeit erfüllt. Wir stellen den Antrag erneut, denn es gibt noch viel zu tun.

  • Gewalthilfegesetz umsetzendie Istanbul-Konvention und das Gewalthilfegesetz verpflichten Kommunen zum Handeln. Wir wollen spezialisierte Fachberatungsstellen dauerhaft und auskömmlich finanzieren – nicht über jährliche Haushaltsentscheidungen, sondern verlässlich. Schutz vor Gewalt ist kommunale Pflicht, keine freiwillige Leistung.

  • Gesundheitsversorgung – wohnortnah und geschlechtersensibel – Geburtsstationen, Hebammenversorgung und der Zugang zu Schwangerschaftsabbrüchen dürfen nicht zur Frage der Erreichbarkeit werden. Wir setzen uns für den Erhalt wohnortnaher Angebote ein.

  • Vereinbarkeit strukturell denken – Flexible, verlässliche Betreuungsangebote und eine Personalpolitik in der Stadtverwaltung, die Vereinbarkeit aktiv fördert – und Gleichstellung auch in Ausschüssen und Führungspositionen sichtbar macht.

  • Frauen in der Kommunalpolitik – Vorbilder brauchen Strukturen – als Partei, die Gleichstellung nicht nur fordert, sondern lebt, wollen wir familienfreundliche Sitzungszeiten und eine aktive Ansprache von Frauen für politisches Engagement weiter fördern.

 

Über MORGEN entscheiden

13. September 2026 | Grün wählen