GRÜNE

im Kreis Cloppenburg

GRÜNES Wahlprogramm Emstek 2026


Gemeinde Emstek - lebenswert für alle

Wir kandidieren für den Gemeinderat Emstek: Ellen Lanfermann, Jana Müller-Stuke und Ann-Kathrin Vaske.

Warum wir antreten

Uns ist wichtig, erst zuzuhören und dann zu reden. Wir wollen ins Gespräch kommen und hören, was den Menschen in der Gemeinde Emstek wichtig ist.

Wir kommen nicht, um das Rad neu zu erfinden. Vieles läuft in Emstek bereits sehr gut. Das wollen wir stärken und ausbauen.

Wir wollen die Grünen-Sitze im Emsteker Gemeinderat halten, sichtbar sein und andere, vielfältige Blickwinkel mitbringen; Blickwinkel von Frauen.

 

Unser Programm zur Gemeinderatswahl am 13. September 2026

Unsere Schwerpunkte

 

 

1. Kinder & Jugendliche – in ihrer ganzen Vielfalt

Kein Kind soll in Emstek das Gefühl haben, nicht dazuzugehören – egal, woher es kommt, wie es aussieht, ob es eine Behinderung hat oder wen es liebt.

Wir richten den Blick auf das, was Kinder und Jugendliche stark macht – auf die Fähigkeiten, die sie im Alltag und im Netz brauchen.

Was wir wollen:

  • sicher unterwegs sein in den sozialen Medien

  • streiten, ohne dass es eskaliert: gewaltfreie Kommunikation, Konflikte ohne Gewalt lösen, eine gute Diskussionskultur

  • junge Menschen für die Demokratie begeistern und stark machen gegen Hetze und Ausgrenzung

  • inklusive Kinder- und Jugendarbeit, in der alle willkommen sind: mit Migrationsgeschichte, mit Behinderung oder queer

  • Mädchen und junge FLINTA-Personen (Frauen, lesbische, intergeschlechtliche, nicht-binäre, trans und agender Personen) gezielt stärken und ihre Themen in der Jugendarbeit ernst nehmen

  • queere Jugendliche unterstützen: sichere Räume und Ansprechpersonen, in denen sie sich angenommen fühlen

  • alle Kinder und Jugendlichen dabei unterstützen, Selbstvertrauen, Verantwortungsbewusstsein und soziale Kompetenzen für ihr weiteres Leben zu entwickeln

 

Wie wir das an den Schulen stärken wollen

Wir wollen unterstützen, nicht kritisieren. Vieles gibt es in den Schulen schon – das wollen wir sichern und ausbauen.

  • mehr Schulsozialarbeit an Grundschulen und Oberschule, mitfinanziert von der Gemeinde
  • bewährte Programme dauerhaft etablieren

  • Demokratiebildung an der Oberschule unterstützen: Workshops und Projekte, die junge Menschen für demokratische Werte stark machen

  • Stärkung der Medienkompetenz: Fake News und Hetze erkennen, Quellen prüfen

  • Aufklärung zu Cybermobbing und Cybergrooming – Schutz- & Hilfsmöglichkeiten

  • Schulen, Jugendpflege, Polizei und Vereine, die an einem Strang ziehen

 

2. Ein Emstek für alle Generationen

Emstek soll eine Gemeinde sein, in der alle dazugehören, ganz selbstverständlich. Mit dem Generationenpark und dem Beirat für Menschen mit Behinderungen ist schon einiges angelegt. Darauf wollen wir aufbauen.

Was wir wollen:

  • Barrierefreiheit, die man auch merkt: bei Wegen, öffentlichen Gebäuden und Spielplätzen, zusammen mit dem Beirat für Menschen mit Behinderungen

  • den Generationenpark weiterdenken und Angebote für Senioren weiter ausbauen

  • Orte der Begegnung schaffen und stärken, an denen Menschen unterschiedlicher Generationen miteinander ins Gespräch kommen können

  • jugendpolitische Arbeit in Form des Jugendparlaments unterstützen und weiter ausbauen, um Kommunalpolitik auch für Jugendliche zu machen

  • wir wollen auch junge Menschen direkt in die Planung von Freizeitflächen einbinden, um Treffpunkte zu schaffen, die ihren Bedürfnissen entsprechen

  • mehr Gehör für die, deren Stimme im Ort sonst leicht untergeht

  • Plätze und Wege, an denen sich alle, insbesondere Frauen und queere Personen, abends sicher fühlen – das fängt bei der Beleuchtung an

  • eine Gemeinde, in der niemand Angst vor Diskriminierung oder Rassismus haben muss und in der Menschen unabhängig von Herkunft, Behinderung, Alter oder Lebensweise selbstverständlich dazugehören

  • Vereine, Ehrenamt und Nachbarschaft enger zusammenbringen – mit gebündelten Kräften und am besten sogar an einem festen Ort für gemeinsame Aktionen

  • ehrenamtliches Engagement sichtbar machen, wertschätzen und gute Rahmenbedingungen dafür schaffen

 

3. Autarkes Emstek – Energie & Natur vor Ort

Strom und Wärme, die hier entstehen, sollen zuerst der Gemeinde Emstek nützen. Mit dem Solardachkataster und den Klimaschutzprojekten ist ein Anfang gemacht. In den nächsten Jahren kommt die kommunale Wärmeplanung auf uns zu. Die wollen wir früh und offen angehen, nicht erst auf den letzten Drücker.

Was wir wollen:

  • Nutzung von Sonnenenergie auf kommunalen Dächern und Flächen

  • „Bürgerenergie“, an der sich die in der Gemeinde Emstek lebenden Menschen beteiligen können

  • eine Wärmeplanung, die rechtzeitig kommt und nachvollziehbar bleibt

  • Beratung für Haushalte, die sanieren oder Sonnenenergie aufs Dach bringen wollen

  • mehr Natur statt Schottergärten: kommunale Flächen naturnah gestalten, Bäume erhalten und dort wo es sinnvoll ist, neue pflanzen – Bewusstsein für Lebensräume schaffen

 

4. Sicher unterwegs – zu Fuß, mit dem Rad und mit dem Auto

Wer in der Gemeinde Emstek unterwegs ist, soll heil ankommen, vor allem die Kinder auf dem Schulweg. Lärmaktionsplan und Tempomessungen gibt es schon, daran knüpfen wir an. Und ganz ehrlich: Solange der Bus zwischen den acht Ortsteilen nicht reicht, bleibt das Auto wichtig. Das blenden wir nicht aus.

Was wir wollen:

  • Sichere Schulwege und Querungen da, wo Kinder täglich entlang gehen und fahren

  • Tempo runter, wo viele zu Fuß und mit dem Rad unterwegs sind

  • ein gut ausgebautes Radnetz mit Radwegen und Fahrradstraßen zwischen den Ortsteilen, die zusammenhängen und nicht im Nichts enden

  • Gut beleuchtete Wege, damit die Menschen auch abends sicher unterwegs sind

  • Ein besseres Busangebot ohne Mobilität auf dem Land auszubremsen, etwa den Halt des OM1 direkt in Emstek sowie den Ausbau des Rufbus-Angebotes

 

5. Lebendige Demokratie & Vielfalt

Ein Rat wird besser, wenn nicht alle dasselbe denken und wenn am Tisch unterschiedliche Menschen sitzen. Beteiligung und Klarheit gehören für uns zusammen.

Was wir wollen:

  • Mehr Beteiligung: rechtzeitig informieren, verständlich erklären, zuhören

  • Eine Ratsarbeit, bei der man nachvollziehen kann, wie Entscheidungen zustande kommen

  • Mehr Frauen im Rat: Bisher sind dort nur wenige vertreten. Wir wollen, dass der Blick von Frauen und FLINTA-Personen genauso zählt, und andere Frauen ermutigen, sich in die Kommunalpolitik einzubringen

  • Unterschiedliche Lebenswege, Erfahrungen und Perspektiven bereichern die Kommunalpolitik. Deshalb setzen wir uns für Chancengleichheit und eine ernst gemeinte Gleichstellungsarbeit ein.

  • Klare Kante für die Demokratie: Vielfalt schützen, niemanden ausgrenzen, keine kommunalen Räume für Gruppen, die gegen die Verfassung arbeiten

  • Menschen, die Lust bekommen, sich einzubringen – vom Jugendort bis ins Ehrenamt

 

Wie wir Politik machen wollen

Uns ist nicht nur wichtig, was am Ende herauskommt, sondern auch, wie wir dahin kommen:

  • Wir wollen zuhören und dann reden.

  • Wir streiten in der Sache, konstruktiv und fair, und grenzen niemanden aus.

  • Wir suchen das Gespräch: mit Vereinen, Schulen, Kirchen, dem Ehrenamt und der Nachbarschaft.

  • Wir möchten den gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken und keine Gräben vertiefen.

  • Wir arbeiten mit allen zusammen, die Emstek voranbringen und demokratische Werte erhalten wollen.


 

Am 13. September entscheidet ihr mit.

Ihr habt es in der Hand, wie vielfältig und lebendig der Rat der Gemeinde Emstek wird. Sprecht uns an – wir hören zu.

Gebt GRÜN in der Gemeinde Emstek eure Stimme!