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Kreisverband Cloppenburg

Reden im Gemeinderat Garrel

Rede zum Haushalt 2026

Sehr geehrter Herr Vorsitzender, sehr geehrter Herr Bürgermeister, sehr geehrte Damen und Herren, liebe Kolleginnen und Kollegen,

grundsätzlich habe ich den Eindruck, dass unsere Verwaltung ihre Arbeit gut macht und die
Haushaltsmittel sinnvoll eingesetzt werden. Dafür möchte ich mich herzlich bedanken.
Einige Anmerkungen möchte ich an dieser Stelle aber gerne geben.

Zum Dorfplatz:
Unser Dorfplatz wurde neugestaltet. Und er wird, soweit ich es beurteilen kann, von den
Bürgerinnen und Bürgern als eine gelungene Gestaltung wahrgenommen. Dies liegt
sicherlich zu einem großen Teil daran, dass nun viel Grün und Beet-Anlagen den Dorfplatz
schmücken.

Dass dies in diesem Umfang der Fall ist, lag vor allem an geänderten Fördervorgaben, die
dafür gesorgt haben, dass die Versiegelungsfläche noch einmal reduziert wurde. Damit sind
wir klimaresilienter.

Ein schöner Nebeneffekt war, dass die Maßnahme dadurch weniger Kosten verursacht hat,
Beet-Anlagen sind nun einmal günstiger als Steine.

Dieses, wie alle sich einig äußern, wunderschöne Ergebnis können wir aber auch haben,
ohne dass Förderkonditionen dieses von uns verlangen. Dazu müsste man es nur
beschließen, also selber entsprechende Wünsche bei der Planung festlegen. Dieses würde
ich mir für zukünftige Projekte wünschen.

Zum Kultur-Pavillon im Park:
Ein Park, in dem es Ruhe gibt und in dem man sich an lebendiger Natur erfreuen kann,
scheint bei uns hier nur bedingt erstebenwert zu sein. Anscheinend wird dieser Aspekt nicht
als Wert wahrgenommen. Veranstaltungen zur Brutzeit würden den Bruterfolg der
glücklicherweise vorhandenen Vögel gefährden.

Für Veranstaltungen bietet sich doch viel besser der neue Dorfplatz an. Auch der Bereich des
Schützenplatzes lässt sich nutzen. Hier ist die benötige Gastronomie auch schon da. Diese zu
fördern ist gut, denn unsere Gastronomen sorgen dauerhaft für ein attraktives Angebot im
Ort. Dies sollte nicht durch einen konkurrierenden Veranstaltungsplatz belastet werden.
Eine öffentliche Toilette im Park würde ich allerdings sehr begrüßen. Davon haben wir im Ort
sicherlich zu wenige.

Zur Renaturierung der Bergaue:
Für Kompensationsmaßnahmen stehen 775.000 Euro im Haushalt. Hier zeigt sich, dass Natur
einen Wert hat. Wir geben zunehmend diese Natur in unserem Wohnumfeld her und
müssen dann an anderer Stelle, durchaus zig Kilometer weit entfernt,
Kompensationsmaßnahmen einkaufen.

Mehrfach wurde im Rat fraktionsübergreifend der Wunsch geäußert, Kompensationen direkt
in Garrel zu realisieren, damit die Natur bei uns im Ort bleibt bzw. gewonnen wird.
Daher kann ich nicht nachvollziehen, warum wir die Renaturierung der Bergaue nicht ganz
vorne auf der Agenda haben. Hier sind schon 90.000 Euro Fördermittel eingeworben und
nach Umsetzung sind 87.000 Kompensationseinheiten in Garrel gewonnen. 220.000 Euro
Investitionen stehen dem gegenüber. Aktuell muss man 5-7 Euro pro Kompensationseinheit
in Ansatz bringen, wie mir von unserer Verwaltung bestätigt wurde. Da erstaunt es mich
schon etwas, dass dieses seit 2022 beschlossene Projekt nicht schon längst umgesetzt
wurde. Auf Nachfrage wurde mir suggeriert, dass andere Dinge wichtiger waren und sein
können.

Durch die Verzögerung dieser Renaturierung riskieren wir, die zugesagten Fördermittel zu
verlieren.

Zum Radweg Falkenberg - Golfplatz:
Der Ausbau von Radwegen ist etwas, was ich grundsätzlich sehr begrüße. Allerdings sollte
das Ergebnis immer sein, dass der Radverkehr attraktiver oder sicherer wird. Bei dem
geplanten Radweg von Garrel über Falkenberg zum Golfplatz sehe ich dieses nur für den ersten Abschnitt gegeben. Hier sind bislang unübersichtliche Stellen und der Radweg wird
und soll die Ortschaften verbinden. Hier werden auch viele junge Menschen unterwegs sein.

Der zweite Abschnitt von Falkenberg zum Golfplatz bietet aber für den Radverkehr keine
Verbesserung. Die Strecke ist sehr übersichtlich und die vorhandene Straßenbreite erlaubt es
dem Kraftverkehr, Radfahrer mit erforderlichem Abstand zu überholen. Dies ist, und das
kann ich aus eigener Erfahrung sagen, schon jetzt ein sehr entspanntes Miteinander der
Verkehrsteilnehmer. Mit dem geplanten Radweg muss man als Radfahrer die Straße
womöglich mehrmals queren. Auch der Verbrauch von Natur und Ackerflächen ist erheblich.
Hier sollten wir die Investition überdenken. Steuergelder über mehr als1 Mio. Euro, auch
wenn 80 % davon vom Land kommen, können an anderer Stelle sicher sinnvoller eingesetzt
werden. Auch die anschließenden Unterhaltungsmaßnahmen belasten die Gemeindekasse
unnötig.

Um den im Förderantrag genannten touristischen Mehrwert als attraktives Radwegenetz
sicherzustellen, könnte doch auch über eine Fahrradstraße oder Elemente einer
Radvorrangroute z. B. ein Tempolimit in diesem Teilabschnitt nachgedacht werden. Das
hätte tatsächlich ein sehr positives Signal für den Radtourismus und der Einsatz der Mittel
und Unterhaltungsmaßnahmen wäre deutlich besser.

Die Einschränkungen für den Kraftfahrverkehr wären kaum spürbar.

Vielen Dank für eure und Ihre Aufmerksamkeit.

Termine

Digitales Ortsgruppentreffen Barßel

Wöchentliches Treffen der Barßeler Grünen in dem wir aktuelle Themen und bevorstehende Veranstaltungen besprechen.
Schreibe uns gerne an und komme dazu. Wir freuen uns auf Dich.

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