Pflege betrifft früher oder später nahezu jede Familie. Doch wie funktioniert das Pflegesystem eigentlich? Welche Reformen sind geplant? Und was bedeuten politische Entscheidungen konkret für Bürgerinnen und Bürger vor Ort?
Diesen Fragen widmet sich der „Infoabend Pflege – zwischen Realität, Reform und Verantwortung“ am Montag, 23. Februar 2026, um 19 Uhr in der Mensa der IGS Barßel.
Nach einer Begrüßung durch Brigitte Ebben als Vorsitzende des Seniorenbeirats bildet Anne Rameil, Gesundheitswissenschaftlerin und Inhaberin des Pflegedienstes Hasetal in Löningen, den fachlichen Auftakt. In ihrem Vortrag erklärt sie verständlich und praxisnah den Aufbau des deutschen Pflegesystems, die Rolle der Pflegegrade sowie aktuelle Herausforderungen in der Versorgung.
Im Anschluss berichtet Eva Viehoff, Mitglied des Niedersächsischen Landtages und Sprecherin für Pflege der Grünen Landtagsfraktion, aus der Arbeit der Bund-Länder-Arbeitsgruppe „Zukunftspakt Pflege“. Sie gibt Einblicke in die aktuellen Reformüberlegungen, stellt Vorschläge der Grünen jenen der Bundesregierung gegenüber und steht für Fragen sowie Anregungen zur Verfügung.
Moderiert wird der Abend vom grünen Ratsherrn und Organisator Hannes Coners. „Anstoß für den Infoabend war der Vorschlag der Bundes-Pflegebeauftragten den Pflegegrad 1 abzuschaffen, was viele Pflegebedürftige und ihre Angehörigen allein gelassen hätte“, erklärt Coners. „Die entscheidende Frage ist doch: Welche Anpassungen braucht das System wirklich – und wo verkennen Kürzungen die Realität der Betroffenen?“
Weiter betont Coners: „Pflege ist kein abstraktes Politikfeld. Sie betrifft Familien ganz konkret. Deshalb wollen wir informieren, einordnen und offen diskutieren – sachlich, verständlich und nah an der Lebenswirklichkeit.“
In einer anschließenden offenen Podiumsdiskussion werden unterschiedliche Perspektiven aus Praxis und Politik zusammengeführt. Auch Fragen aus dem Publikum sind ausdrücklich erwünscht.
Ziel der Veranstaltung ist es, Orientierung zu geben, Hintergründe verständlich zu machen und einen konstruktiven Austausch über die Zukunft der Pflege zu ermöglichen. Eingeladen sind alle interessierten Bürgerinnen und Bürger, insbesondere Seniorinnen und Senioren sowie pflegende Angehörige. Der Eintritt ist frei. Getränke werden gestellt.